Richten Sie zunächst die Ethernet-Schnittstelle wie gewohnt ein. Sie können eine beliebige Ethernet-Adresse vergeben, am Besten in einem der durch RFC1918 festgelegten Bereiche 192.168.0.0/16, 172.16.0.0/12 oder 10.0.0.0/8. Beispiel :
MODNAME_1="8139too"
IFNAME_1="eth1"
IFCFG_1_ADDR="10.0.1.1"
IFCFG_1_MASK="255.255.255.0"
Dann teilen Sie dem System durch die Angabe von Benutzername und Paßwort mit, daß auf diesem Ethernet-Strang eine PPPoE-Verbindung hergestellt werden soll. Bei T-Online muß dieser Benutzername - anders als beim Zugang über ISDN - mit "@t-online.de" enden. Beispiel :
# AAAAAAAAAAAA = "Anschlusskennung"
# TTTTTTTTTTT = "T-Online-Nr", bei 12-stelliger Nummer
wird '#' überschrieben
# KKKKKKKK = "persönliches Kennwort"
IFCFG_1_USER="AAAAAAAAAAAATTTTTTTTTTT#0001@t-online.de"
IFCFG_1_SECRET="KKKKKKKK"
Sie können nun wählen, ob Sie eine Verbindung nach Bedarf (dial-on-demand) herstellen wollen oder eine Standleitung haben. Wenn Sie den Parameter weglassen oder auf 0 setzen, wird eine Standleitung angenommen und die Verbindung wird beim Ausfall wiederhergestellt. T-Online scheint dabei einen Wert für die Inaktivitätszeit von etwas mehr als 900 Sekunden eingestellt zu haben. Wenn Sie versuchen, eine Leitung immer sofort wiederherzustellen ohne Aktivität zu zeigen (Parameter = 0), kann das dazu führen, daß Sie den Wert für die maximale Anzahl von zulässigen Sitzungen überschreiten und ihr Zugang gesperrt wird. Beispiel :
# 15 min. Inaktivitätszeitraum
IFCFG_1_HUPTIMEOUT=900
Nun können Sie noch angeben, ob Sie für den Firewall zur Namensauflösung die Nameserver verwenden wollen, die Sie beim Anwählen übergeben bekommen oder ob Sie u.U. eigene oder andere Nameserver benutzen. Diese Wahl gilt systemweit, nicht nur für diese Schnittstelle. Beispiel :
# verwende eigene interne Nameserver
DNS="192.168.2.2 172.16.3.3"
Es wird eine zusätzliche Schnittstelle (meist ppp0) geschaffen, über die der Datenverkehr abgewickelt wird. Diese Schnittstelle ist sowohl mit ifconfig als auch in /proc/net/dev sichtbar. Alle Firewallregeln müssen mit dem PPP-Device, also z.B. ppp0 angegeben werden. Wird die externe IP-Adresse wie bei T-DSL dynamisch zugeteilt, so muß dies auch so angegeben werden. Beispiel :
# dynamische Adreßzuteilung : Surfen vom internen LAN über
Port 80 des Firewall
PPP0ADDR="dynamic"
LW2_ACCEPT_TCP_HTTP="$MY_LAN:eth0:$ANY:ppp0:$PPP0ADDR"