Architektur des LinuxWall
LinuxWall besteht aus einem speziell konfigurierten Linux-System
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Linux-Kern speziell für Firewalling konfiguriert
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Login nur auf Konsole möglich, nur Benutzer root
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nur Dienstprogramme, die unbedingt zum Betrieb des Firewall nötig
sind
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kein Netzwerk-Login auf Firewall möglich
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nur definierte Netzwerkdienste auf dem Firewall selbst (SMTP, HTTP, HTTPS)
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schreibgeschütztes root- und etc-Filesystem
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Firewall-Anwendung
LinuxWall wird von CD auf einen Rechner aufgespielt, es setzt keine Distribution
voraus sondern ist quasi eine eigene Distribution.
Alternativ kann LinuxWall zu Demonstrationszwecken komplett im RAM
laufen. Dies setzt mindestens 128 MB Hauptspeicher voraus.
Auch kann LinuxWall als Live-CD installiert werden, sodass keine Festplatte
benötigt wird (mind. 64 MB Hauptspeicher).
Hardware
Als Minimalausstattung wird folgende Konfiguration empfohlen
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Pentium oder kompatibler Prozessor
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64 MB RAM, besser 128 MB
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500 MB Platte, (E)IDE oder SCSI
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Diskettenlaufwerk
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CDROM-Laufwerk SCSI oder ATAPI
Alle sonstigen Hardwarekomponenten (also insbesondere Netzwerkschnittstellen)
sind im Kern als Module vorhanden. Es wurde jedoch nur eine begrenzte Auswahl
mit LinuxWall getestet. Stellen Sie deshalb sicher, daß die Hardwarekomponente,
die Sie verwenden wollen, mit der Linux-Version harmoniert. Zum Test können
Sie die (kostenlose) Demo-CD benutzen. Nähere Informationen zur Lauffähigkeit
und Einstellungen von Hardwarekomponenten erhalten Sie außerdem von
den Herstellern, aus den Newsgruppen im Usenet, den Kernel-Mailing-Listen
und von den Linux-Distributoren.
Linux-Kern
Derzeit wird die Linux-Version 2.4.7 eingesetzt. Da der Test einer neuen
Kernel-Version sehr aufwendig ist, wird auch in Zukunft nicht jede neue
Version als Update zur Verfügung stehen. Nur wenn signifikante Verbesserungen
für den Firewall zu erwarten sind und nachdem in den einschlägigen
Linux-Mailing-Listen die Probleme bekannt und behoben sind, wird eine neue
Version erstellt werden. Durch intensive Tests wird diese aber erst auch
mit einem Zeitversatz zur Verfügung stehen. Ausnahmen bilden hier
bekanntgewordene Sicherheitslücken.
Die Konfiguration wurde wie oben erwähnt bereits so gut wie möglich
modularisiert. Ein Firewallsystem enthält damit immer nur die Treiber
im Hauptspeicher, die tatsächlich auch benötigt werden.
Firewall-Anwendung
Beim Booten startet die Firewall-Anwendung automatisch. Die Konfigurationsdateien
werden ausgewertet und damit Netzwerkkarten initialisiert, Tunnel (VPN)
geschaltet, Routen gesetzt, Paketfilterregeln ausgeführt, Parameter
im /proc-Dateisystem geändert und Proxies gestartet. Nach dem
Boot-Vorgang sind nur die Proxy-Prozesse aktive Komponenten.
Periodisch werden aus der Firewall-Anwendung die Log-Dateien
an konfigurierbare Mail-Adressen übertragen und anschließend gelöscht.
Virenwarnungen werden ebenfalls per Mail verschickt.
Shell
Eine Anmeldung am Firewall ist zu dessen Betrieb nicht nötig. Es lassen
sich alle vorhandenen Dienstprogramme starten, insbesondere kann man neue
Einstellungen testen, bevor sie in die Konfigurationsdateien eingetragen
werden. Aus Sicherheitsgünden wird es in zukünftigen Versionen
möglich, daß sich die Anmeldungsprozedur verändert, eine
eingeschränkte Shell zur Verfügung gestellt wird oder auch ganz
verschwindet. Der physische Zugang zu einem Firewall ist ohnehin hochgradig
sicherheitskritisch, so daß ein Login, das nur an der Konsole möglich
ist, per se kein zusätzliches Sicherheitsloch mehr darstellt.