HTTP-Proxy

Zum Betrieb des HTTP-Proxy sind folgende Vorbedingungen nötig :


Der HTTP-Proxy ist transparent. Er kann in zwei Modi betrieben werden :


HTTP-Proxy

HTTP : einfacher transparenter Proxy

Syntax

http-proxy [-t] [-r user] [-b ipaddr] [-V] port [proxyhost [proxyport]] http-proxy dient zum Maskieren von Adressen, der Inhaltsprüfung (z.B. Virenschutz) und dem Erzeugen von Systeminformationen. Das Programm arbeitet als Dämon und wartet auf eingehende Verbindungswünsche. Für jeden Verbindungswunsch wird ein neuer Prozeß gestartet, der nach Verbindungsende die Logging-Information nach syslog schreibt und terminiert. Eine Verbindung besteht aus einer URL-Anfrage und der Antwort darauf.

Die erzeugte Logging-Information sieht z.B. wie folgt aus :

Apr 21 06:39:34 firewall http-proxy[28770]: pc1172.de.xy 10.64.2.172 62.140.15.90 62.140.15.90 NoDNS  http://62.140.15.90/prg/showhotel2.asp?x=0&sprache=deutsch 380 7029 0

Wie bei syslog üblich, kommen zunächst die Informationen über den Zeitpunkt (Apr 21 06:39:34), den Rechner (firewall), Prozeßnamen und Prozeßnummer (http-proxy[28770]). Nach dem Doppelpunkt folgen die durch den Prozeß erzeugten Informationen : Name (sofern vorhanden, sonst Adresse) und Adresse des Clients (pc1172.de.xy 10.64.2.172), Name (sofern vorhanden, sonst Adresse) und Adresse des Servers(62.140.15.90 62.140.15.90) und die Nachricht, ob der Zugriff transparent (Transparent), über die Auswertung des Headers (NoDNS) oder über DNS-Lookup (DNS) vorgenommen wurde. Die - eventuell vom Proxy veränderte - URL (http://62.140.15.90/prg/showh...), die Anzahl der vom Client gesendeten (380) und empfangenen (7029) Bytes sowie der Status (0) beschließen die erzeugte Information. Ein Status, der nicht 0 ist, weist auf eine abgebrochene Verbindung hin.

Durch eine Veränderung der Datei /etc/syslog.conf läßt sich die Ausgabe der Information auch auf einen entfernten Rechner (@remote) leiten. Beachten Sie, daß in diesem Fall Paketfilterregeln angegeben werden müssen, die UDP-Pakete mit Zielport 514 vom Firewall zum Zielrechner durchlassen.

Virenschutz
Bei Benutzung des Virenschutzes (-V) kommt es am Browser zu einem ungewohnten Verhalten. Da ein Dokument immer erst auf Viren untersucht werden kann, wenn es vollständig vorhanden ist, muß das Dokument zwischengespeichert werden und wird erst nach der Untersuchung weitergeleitet. Das führt in den Browsern dazu, daß Bilder und Texte beispielsweise nicht sukzessive aufgebaut werden, sondern vorhanden oder nicht vorhanden sind. Bei größeren Dokumenten würde diese Zwischenspeicherung zum Abreißen der Verbindungen (Timeout) führen. Zur Vermeidung dieses Timeouts wird deshalb alle dreißig Sekunden ein einziges Byte übertragen. Nach der erfolgreichen Überprüfung wird der Rest des Dokuments übertragen. Das führt bei großen Dateien zur Vorhersage von irrwitzigen Download-Zeiten, was natürlich nicht richtig ist. Die Aufforderung "speichern unter ..." bleibt auch auf Clients aller Betriebssysteme bis zur Quittierung stehen.

Wird ein Virus entdeckt, überträgt der Proxy eine Ersatzseite mit der Fehlermeldung.

vorgesehene Erweiterungen
Einbau von Authentisierungsaufrufen, z.B. über NT-Domain-Server/Samba-Server.